| 8 Tipps für den Umgang mit Rhododendren | ||
| Standort: Rhododendron
wachsen in der Natur fast ausschließlich in höheren Gebirgslagen
oder in Küstengebieten. Beide Standorte zeichnen sich durch hohe
Luftfeuchtigkeit aus. Der ideale Standort für Rhododendron im Garten
ist daher im Schutze von Mauern, Bäumen und Hecken, wo sich das erforderliche
Kleinklima mit höherer Luftfeuchtigkeit aufbauen kann. Nicht ganztägig
der prallen Sonne ausgesetzt, d.h. eher nord- bis ostseitiger Standort
ist von Vorteil. Auch leichter Schutz von Baumkronen ist ideal, Vollschatten
soll jedoch vermieden werden. Boden: Der Boden für Rhododendron soll humos, luftig und mäßig sauer sein (pH-Wert 4,5 bis 5,5). Diesen Zustand erreicht man am ehesten durch das Auftragen und Einarbeiten von einer etwa 30 Zentimeter hohen Schicht aus hellem, feuchtem Weißtorf (nicht Schwarztorf!). Für die Grunddüngung wird die Verwendung eines Volldüngers mit Spurenelementen empfohlen. In Gegenden mit stark kalkhältigem Gießwasser sollte alle ein bis zwei Jahre eine Lage von 5 cm Weißtorf aufgebracht werden, um den pHWert niedrig zu halten. Staunässe vermeiden: Das Wort Moorbeetpflanzen leitet sich von der empfohlenen Aufbesserung des Bodens mit Torf ab. Falsch wäre es, daraus auf einen nassen Boden zu schließen! Erikengewächse, zu denen auch |
Rhododendron gehören, benötigen
zum Gedeihen die Lebensgemeinschaft von Mikroorganismen, welche wiederum
auf viel Luft im Boden angewiesen sind. Staunässe muss daher unbedingt
vermieden werden. Bei undurchlässigem Unterboden empfehlen wir daher
am tiefsten Punkt ein Loch zu graben und mit Steinen aufzufüllen,
damit überschüssiges Wasser absickern kann. Luftfeuchtigkeit: Im Schutze eines bestehenden Gartens werden Rhododendron bei normalem Wetter genügend Luftfeuchtigkeit vorfinden. Bei extremer Trockenheit, egal ob Sommer oder Winter, ist anzuraten, das Laub öfters mit Wasser zu besprühen, anstatt Unmengen von Wasser in den Boden zu gießen. Wasserbedarf: Rhododendron haben nur während der Blüte einen höheren Wasserbedarf. Ansonsten ist es völlig ausreichend, ja sogar vorteilhaft, wenn der Boden nur mäßig feucht gehalten wird. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass kein kalkhaltiges Wasser verwendet wird, da dieses den pH-Wert des Bodens heben würde. Blühfreudigkeit: Der Blütenreichtum von Rhododendron steht im direkten Zusammenhang mit der Düngung. Sie blühen nur, wenn der Strauch bereits im Vorjahr Blütenknospen angesetzt hat. Für einen guten Knospenansatz |
muss jedoch das Nährstoffangebot
im Boden stimmen. Dazu benötigen großblumige Rhododendron etwa
120g Volldünger pro Quadratmeter Bodenfläche, verteilt auf zwei
bis drei Gaben im Jahr, wobei etwa die Hälfte der Düngermenge
im April zu geben ist. Kleinblättrige Rhododendron und Azaleen erhalten
etwa ein Drittel dieser Menge. Winterschutz: Rhododendron, welche aufgrund richtiger Bodenvorbereitung ein gutes Wurzelwerk ausbilden können, werden auf empfohlenen Standorten in normalen Wintern keinerlei Schäden erleiden. Vorbeugend sollte jedoch nach einem trockenen Herbst vor dem Frosteinbruch gewässert werden. Das Abdecken des Bodens mit einer ca. 10 cm hohen Laubschicht verhindert ein Einfrieren des Bodens, wodurch die immergrünen Pflanzen an frostfreien Tagen stets die Wassermenge aufnehmen können, welche von den Blättern verdunstet wird. Sortenvielfalt: Rhododendron und Azaleen gehören zu den arten- und sortenreichsten Blütensträuchern unserer Gärten. Nicht nur die wunderschönen Blütenfarben mit ihren Zeichnungen sollen berücksichtigt werden, auch der Reichtum an Wuchsformen, Blattfarbe und der unterschiedliche Blütezeitpunkt vieler Wildformen können neben der Hauptblüte im Mai dem Moorbeet ganzjährigen Flair verleihen. |